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Von Fackeln und Kerzen - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 1

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Von Fackeln und Kerzen - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 1

Autor: | 29.08.2014

Ohne Licht geht nichts - das Licht ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die allerwichtigste Erfindung in der Geschichte der Menschheit. Mit dieser mehrteiligen Artikelserie soll die unglaubliche Entwicklung des Lichts und der Lampe in all ihrer Vielfalt erforscht werden.

Eine der ersten Erfindungen im Bereich der Lampe, die Kerze

Wann sich unsere Vorfahren genau vom Sonnenlicht unabhängig machen konnten ist ungeklärt, und kann auch schlecht bestimmt werden, da es dafür kaum noch vorhandene Quellen gibt. Ganz sicher gesagt werden kann jedoch, dass das Feuer - das als Grundelement die Bildung von Licht erst möglich macht - in erster Linie aufgrund seiner Wärmeentwicklung genutzt wurde. Vor allem der Prozess des Kochens von Nahrungsmitteln machte unsere Evolution in dieser Form erst möglich.

Künstliches Licht in Form von Öllampen

Als erste richtige Erfindung, die maßgeblich dem Zweck der Erhellung dient, kann die Öllampe beschrieben werden. Einer der ersten dokumentierten Einsätze dieses Leuchtmittels kann im alten Ägypten, ca. 2000 v. Chr. gefunden werden. Sie besteht aus einem schwer brennbaren Gefäß, wie etwa Granit, das mit Öl befüllt wird und in einer Vorrichtung im Raum befestigt wird.

Von den Griechen wurde die Öllampe dann etwa 500 v. Chr. weiterentwickelt. Diese oft reich ornamentierten Lampen wurden ab diesem Zeitpunkt oft mit Olivenöl betrieben und waren eine Art Schale aus Tonerde, in die durch eine kleine Öffnung ein Docht eingezogen wurde. Aufgrund ihrer einfachen Herstellung und dem billigen Material erfreute sie sich schnell an großer Beliebtheit in Wohnungen. Der Unterschied zwischen Öllampen, die Zuhause verwendet wurden und jenen, die in Tempeln Einzug fanden, war deutlich an der Dekoration und Ornamentierung zu erkennen.

Diese Entwicklung zog sich bis zu den Römern, die aus den einst stets kompakten und klein gehaltenen Öllampen immer größere, runde Lampenkörper formten und sich auch immer wieder in ihrer Verzierung übertrumpften. Typischerweise sind die Entwürfe der Römer stark von Mythologie und Göttern beeinflusst, während hellenistische Lampen in Form von Köpfen und Tieren vorzufinden sind. Anfangs nur im Mittelmeerraum zu sehen, waren sie bald im gesamten römischen Reich aufzufinden.

Kerzen als erstes modernes künstliches Licht

Eine andere Lampenform bildet die Kerze, die sich fast parallel entwickelte. Auch hier wird mit einem brennbaren Material gearbeitet, das allerdings nur langsam abbrennt - dazu wird ein saugfähiger Docht aus Baumwollfäden verwendet, der heutzutage in künstliches Wachs eingearbeitet wird.

Nach Anzünden wird das Wachs in die Flamme transportiert, wodurch das Material langsam, aber stetig abbrennt. Die ersten Funde dieser Erfindung konnten südlichen Völkern zugeordnet werden, vor allem Römern und Etruskern in den letzten Jahrhunderten vor Christus. Damals verwendete man noch Talg, später auch Naturwachs. Zur Befestigung konnten sich Armleuchter etablieren, die sich heute aufgrund ihrer Tradition ebenfalls noch an großer Beliebtheit erfreuen.

In Teil 2: Alles zur Entwicklung des Armleuchters und der Renaissance der Öllampen

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