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Licht und Feuer

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Licht und Feuer

Autor: | 30.12.2011

Die geschichtliche und mythologische Entstehung des Feuers und des Lichts

 

Das gezähmte Feuer als Wärme und Lichtspender für das Menschengeschlecht gleichbedeutend mit Leben steht seit Urzeiten im Mittelpunkt zahlreicher Kulturen.

Vielfach wird es als eigene Gottheit verehrt oder gilt als Symbol des himmlischen Lichtes.

 

 

Die Auffassung von der Flamme als eine reinigende, entsühnende Kraft zeigt sich in den Begräbnisriten einzelner Völker. Das Brauchtum in Friedhöfen, Lampen und Leuchten aufzustellen, ist ebenfalls aus dieser Vorstellung herzuleiten.

 

 

Feuer ein faszinierendes Element

Feuer gillt bei vielen Völkern als heilig reinigend und erneuernd.

 

 

Es gibt eine Vielzahl von Sagen, die über die Entdeckung des Feuers berichten, und fast immer kehrt in ihnen das Motiv des Feuerraubes wieder. Ein, dem Menschen wohlgesinnten Wesens, oft ein Vogel, entwendet den Göttern das den Sterblichen vorenthaltene oder entzogene Feuer und bringt es zur Erde. Es wird in diesen Erzählungen entweder aus den Wolken geholt, von der Sonne oder von einer unterirdischen Gottheit.

 

Manchmal handelt es sich nicht um das Feuer an sich, sondern um die Technik des Feuer Machens, ein von den überirdischen Mächten eifersüchtig gewahrtes Geheimnis. Der Feuer bringende Vogel dürfte den Blitz versinnbildlichen, die in der Tiefe herrschende Gottheit verkörpert, das Erdmagma. Den Legenden nach scheint der Gebrauch des Feuers nicht von jedem Volk selbständig entdeckt, sondern auch von einem zum anderen übertragen worden sein.

 

In der griechischen Mythologie ist der Titan Prometheus, der auch als Schöpfer des Menschengeschlechts gilt, der Überbringer des Feuers. Er stiehlt es den Göttern, und, um es unbemerkt fortschaffen zu können, versteckt er es im hohlen Stängel der Nartexstaude, einem im Mittelmehrgebiet weit verbreiteten hoch wachsenden Doldenpflanze, deren Mark als Zunder verwendet wird.

 

 

Der Titan Prometheus an einem Felsen im Kaukasus.

Prometheus der Sohn des Titanen Lapetos und der Asia.

 

 

Dieser Rauch am heiligen Eigentum der Unsterblichen ist Frevel und muss selbstverständlich gesühnt werden. Prometheus wird an einem Felsen im Kaukasus geschmiedet, wo ihm ein Adler die immer wieder nachwachsende Leber zerhackt, bis ihm schließlich Herakles von seinem Leiden erlöst.

 

Den Erdbewohner senden die Götter zur Strafe Pandora, das erste Weib. Als Geschenk bringt sie eine Büchse mit, in der alle Übel und Krankheiten eingeschlossen sind. Beim Öffnen entweichen sie, kommen über die Menschheit, und nur die Hoffnung bleibt darin zurück. Als Spender des Feuers und der künstlerischen Fertigkeiten ist Prometheus auch der Begründer der Kultur. Im Mittelpunkt seines Mythos steht das allgewaltige und vielgestaltige Element Feuer; hier kommt sowohl die zerstörende wie auch die den Menschen erwärmende und in die Finsternis der Nacht erhellende Kraft zum Ausdruck, sowie die Verherrlichung des menschlichen Erfindergeistes.

 

Der Feuerraub versinnbildlicht die Errungenschaft der Feuergewinnung.

 

Durch die Zähmung der Flamme erhebt sich der Mensch über das Tier und rückt in die Nähe der Götter.

 

 

 

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